Aktuelles Tasting: Clarke’s Kentucky Straight Sour Mash Bourbon

Wenn eine Whisky-Leidenschaft im Freundeskreis erstmal bekannt ist, darf man sich zu besonderen Anlässen immer wieder über ebenso besondere Tropfen freuen. So haben bereits der Nikka Red, Bowmore Black Rock oder auch der Port Charlotte PC 8 ihre Wege zu mir gefunden.

Auch zu diesem Geburtstag sollte es nicht anders sein. Um bei meiner wachsenden Anzahl an Malts nicht einen Doppelgänger zu schenken oder den falschen Geschmack zu treffen, haben sich meine Freunde für einen exklusiven Sammler-Bourbon aus einer traditionsreichen Brennerei in den USA entschieden: den Clarke’s Kentucky Straight Sour Mash Bourbon. Eine Flasche, die laut eigener Aussage in nicht vielen Sammlerschränken zu finden sein soll.

Als noch relativ unerfahrener Bourbon-Trinker habe ich mich über das Geschenk, den Gedanken dahinter und den neuen Horizont, den mir dieser Tropfen eröffnen sollte, sehr gefreut und ich möchte mich nochmal bei allen Schenkenden bedanken.

Tasting Notes:

Zu allererst fällt der milde Duft des Bourbon auf, der an Toffee, Kakao, Vanille und etwas Eiche erinnert. Der Geschmack steht der ersten Sinneserfahrung dann kaum in etwas nach. Ein süßer, ausgewogener und milder Geschmack, der vor allem die Toffee und Vanillenoten am Gaumen belässt. Scharf ist er nicht, der Clarke’s und natürlich sind auch keine Rauchnoten zu finden.

Meine Meinung:

Als eingeschworener Scotch’ler ist ein Bourbon immer erst etwas ungewohnt, aber deshalb noch lange nicht schlecht. Auch hier gibt es viele preisgekrönte Marken und teure Flaschen und Spezialitäten. Vor allem in den klassischen Cocktails wie Old Fashioned oder Whisky Sour kann der hier getestete Clarke’s aber seine Süße ausspielen. Auch mit Cola und Eis sorgen die Aromen für einen gelungenen Sommerabend.

Wer jedoch noch eine Flasche dieses „fine superior Straight Bourbon Whisky“ ergattern will, sollte sich beeilen. Laut Importeuer (McAldi Ltd.) sind nur noch wenige Flaschen auf dem deutschen Markt verfügbar. Für ca. 6.99€ ist er auch nicht gerade ein Schnäppchen, aber jeden Cent wert.

Yourmalt-Note:

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Zu Clarke’s:

Der Whisky stammt aus der Clarkes Distilling Company, Lawrenceburg, Kentucky. Dazu findet man aber weder bei Google noch auf den einschlägigen Whisky-Seiten irgendwelche Informationen. Ein kurze Recherche ergab, dass es in Lawrenceburg nur 2 Brennereien gibt: Four Roses und Wild Turkey. Man kann also davon ausgehen, dass der Bourbon aus einer der beiden Brennereien stammt.