Guide to Lagavulin – Teil 1

2016 feierte eine der wohl bekanntesten Single-Malt-Marken überhaupt ihren 200. Geburtstag und neben einem eigenen Logo, passendem Hashtag und vielen spannenden Aktionen über das ganze Jahr verteilt, wurde auch das Sortiment der Islay-Brennerei mit einigen limitierten Abfüllungen vergrößert.

Die sonst doch recht überschaubare Produktvielfalt der Standardabfüllungen wurde mit spannenden Varianten ergänzt – und für jeden Geschmack und Geldbeutel waren Flaschen zu haben, von 50€ bis weit über 1700€ für die letzte Edition 2016.

Folgende Abfüllungen werden dabei in dieser 2-teiligen Serie unter die Lupe genommen:

  • Lagavulin 8 Years (200 Anniversary Edition)
  • Lagavulin 12 Years Cask Strength (2016 Edition)
  • Lagavulin 16 Years
  • Lagavulin 16 Years 2016 Destillers Edition
  • Lagavulin 2016 OB Jazz Festival NAS
  • Lagavulin 18 Years Feis Ile Cask Strength
  • Lagavulin 25 Years
  • Lagavulin 25 Years 1991 Limited Charity Edition

Lagavulin 8 Years – Die günstigste Art, Lagavulin limitert zu trinken

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Tasting Notes:

Sanft ist anders. Aber keine Sorge, die Rauchigkeit hält sich in Grenzen und fordert nicht den Gaumen heraus wie ein Port Charlotte oder gar ein Octomore. Eine gewisse Fruchtigkeit lockert den jungen Islay-Malt auf und sorgt für interessante Aromen. Bis zum langen, rauchigen Abgang bleibt diese Fruchtigkeit aus Citrus- und Orangennoten erhalten. Eine leichte Malznote und generelle Würze kann man dem Lagavulin auch nicht aberkennen.

Meine Meinung:

Für einen fairen Preis bekommt man hier etwas wirklich Besonderes: Ein limitiertes Stück Whisky-Geschichte. Ja, es ist kein Anlageobjekt und auch sicher keine Flasche zum Angeben. Der Lagavulin ist etwas für Liebhaber und Genießer, die gar nicht erst in Versuchung kommen sollen, die Flasche ungeöffnet zu lassen.

Yourmalt-Note:

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Lagavulin 12 Years – Fassstärke für Fortgeschrittene

laga12.pngTasting Notes:

Ein Islay-Malt in Fasstärke, der hält was er verspricht. Ein rauchiger, nur leicht süßer Whisky mit deutlich mehr Aromen-Vielfalt als der 8-Jährige oder auch der 16-Jährige mit Noten von Schokolade, Eichenholz und Meersalz.

Meine Meinung:

Die mittlerweile 14. Version des 12 Years Cask Strenght ist milder, balancierter, eleganter als der junge 8er und ist etwas weniger auf den Rauch fokussiert. Sein ausgewogener Charakter erzeugt eine angenehme Wärme, die lange anhält. Er ist mit knapp 100€ preislich schon auch ein gutes Stück über den 8 & 16-Jährigen platziert. Kein Schnäppchen, aber immer noch ein akzeptables Preis-Leistungsverhältnis.

Yourmalt-Note:

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Lagavulin 16 Years – Der Klassiker

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Tasting Notes:

Es begrüßt ein Intensiver Torfrauch mit Noten von Seetang und einer zarten Süße begleitet von Meersalz mit Anflügen von Holz. Das Finish ist sehr rauchig und hält lange an, ganz nach dem Motto „leaves in the warmth“

Meine Meinung:

Der 16er Lagavulin geht einfach immer und darf in keiner Bar fehlen. Er ist vielleicht nicht so komplex wie der 12er und ein 8er ist einfach eine spannende Neuheit, aber der 16 ist einfach ein grundsolider, klassischer Islay-Malt. Auch aus Preis-Leistungssicht (knapp 40€) ist der 16er ungeschlagen.

Yourmalt-Note:

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Lagavulin 16 Years 2016 Distillers Edition – Die süße Inselwelt

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Tasting Notes:

Dem Finishing in einem Pedro Ximenez Fass verdankt diese Edition des Lagavulin 16 eine ungewöhnliche Süße, Vanille- und Rosinennoten sowie malzige, salzige und fruchtige Aromen. Der Abgang ist Lagavulin-typisch rauchig, aber auch eichig und süß.

Meine Meinung:

Pedro Ximinez und Lagavulin – mehr muss man eigentlich nicht sagen. Auch wenn die Distillers Editions doch durchaus variieren, sind sie immer einen Schluck wert. Die fruchtige Süße passt hervorragend zu den maritimen Noten des Lagavulin und schafft einen Whisky, der sich grundlegend von den anderen Abfüllungen abhebt. Preislich liegt er mit etwa 75€ zwischen dem Standard 16er und dem Cask Strength und bietet damit einen guten Einstieg in die fortgeschrittene Lagavulin-Welt.

Yourmalt-Note:

Bewertung 1